Lexikon
Finanzierungen über die KfW
Nicht immer verfügen gerade junge Leute über die notwendigen Mittel, um eine eigene Immobilie, sei es ein Haus oder auch nur eine Wohnung zu erwerben. Die Finanzierung des Baus oder Kaufs gelingt meist nur zum Teil aus Eigenmitteln. Für den Rest der Summe sind Darlehen notwendig. Einer der möglichen Darlehensgeber mit günstigen Konditionen ist in diesem Fall die KfW-Bank.
Die KfW, kurz für "Kreditanstalt für Wiederaufbau", wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, um der deutschen Wirtschaft einen schnellen Wiederaufbau zu ermöglichen. Der Ursprungszweck ist natürlich längst überholt, aber diese Anstalt des öffentlichen Rechts hat sich bis heute mit neuer Schwerpunktsetzung erhalten. Zur KfW-Bankengruppe gehören verschiedene Banken, die unterschiedlichen Zwecken dienen.
Für werdende Besitzer von Wohneigentum und dessen Finanzierung ist die KfW Privatkundenbank zuständig. Wie bei allen anderen KfW-Programmen auch ist der erste Ansprechpartner für den Kunden aber immer dessen eigene Hausbank. Das KfW-Wohneigentumsprogramm unterstützt Häuslebauern mit einem Darlehen in Höhe von bis zu 30% der Gesamtkosten, höchstens aber 100.000 Euro bei der Finanzierung.
Interessant kann speziell beim Neubau auch das Programm "Energieeffizient bauen" sein, das sich aber nur bei Errichtung oder Ersterwerb von Wohneigentum anwenden lässt. Hier kommen nicht nur Privatleute mit Eigennutzung zum Zuge, sondern auch Institutionen oder zukünftige Vermieter.
Der zugrunde liegende Standard nennt sich KfW-Effizienzhaus, die Einhaltung muss von einem Gutachter bestätigt werden. Er errechnet sich aus dem durchschnittlichen Energiebedarf von Neubauten; der Energiebedarf eines KfW-Effizienzhauses muss deutlich darunter liegen.
Die maximale Fördersumme liegt bei 50.000 Euro pro Wohneinheit und darf nur die Bauwerkskosten abdecken, nicht aber den Erwerb des Baugrundstücks.